1. F a m i l i e und S o z i a l e s

Ziel: Eine familienfreundliche Kommune

Familienfreundlichkeit ist ein elementarer Faktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Die vielfältigen Bemühungen der Stadt Jever für bedarfsgerechte und flexible Betreuungsangebote weisen in die richtige Richtung. Wir wollen sie fortführen und verstärken.

Die Familie als Mittelpunkt aller sozialen Aktivitäten ist der Motor für ein funktionstüchtiges Gemeinwesen. Das Gemeinwesen ist Zeugnis für vitales und aktives Bürgerengagement. Darum ist es so unermesslich wichtig, Rahmenbedingungen für Familien zur Verfügung zu stellen, die ihnen zielgerichtet Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Aufgaben bieten. Hierbei setzen wir auf Prävention statt auf Intervention. Alle Maßnahmen sollen darauf gerichtet sein, die Rahmenbedingungen für ALLE Familienmitglieder so zu gestalten, dass Missständen vorgebeugt wird und auftretende Probleme umgehend behoben werden.


Wir streben folgende Rahmenbedingungen an:

Möglichkeiten für einen Generationendialog schaffen
Jede Generation hat ihren Platz in unserer Gesellschaft. Jede Generation kann von der anderen lernen. Jeder Generation kommt die Funktion zu, die Fortentwicklung unseres Gemeinwesens zu beeinflussen. Darum ist in Zeiten knapper Ressourcen ein Wettbewerb der Generationen zur Durchsetzung unterschiedlicher Generationsinteressen Gift! Verständnis füreinander fördert die Bereitschaft, Maßnahmen über den eigenen Interessenhorizont hinaus zu respektieren und zu unterstützen. Eine Vernetzung der jeweiligen Kompetenzen der Generationen ist Ziel eines Generationendialoges.


Konkret heißt das für unsere Arbeit:

Wir setzten uns ein für eine politische Stimme der jeweiligen Generationen durch

Öffentliche Planungsworkshops zur Beteiligung an z.B. Baulandentwicklung Seniorenwohngemeinschaften
gemeinsame Treffpunkte für Jung und Alt
Schaffung seniorengerechter Einrichtungen
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet Schaffung von flexiblen Angeboten, die Familien individuell nutzen können, um ein finanziell gesichertes und zufriedenes Familienleben führen zu können. Familien unterliegen einem hohen Druck von Mobilität und zeitlicher Flexibilität. Sozialdemokratischer Anspruch ist es, stabile Mechanismen in Jever zu schaffen, auf die die Betroffenen verlässlich zurückgreifen können. Diese Mechanismen müssen von allen Beteiligten im Rahmen von Netzwerken zu familienkonformen Arbeitsorganisationen führen. Die Gründung des „lokalen Bündnisses für Familie" ist ein erster und wichtiger Schritt für Netzwerkarbeit. Es dient als Plattform für Initiativen aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Das Bündnis ist ein Forum, Anliegen unmittelbar und zeitnah zu kommunizieren. Dort werden aus Betroffenen Beteiligte. Es gilt dieses Bündnis zu stärken und als Instrument der Interessenwahrung kontinuierlich einzusetzen.


Konkret heißt das für unsere Arbeit:

Förderung und Stärkung des lokalen Bündnisses für Familie
Entwicklung einer Ehrenamtlichkeitsbörse zur Unterstützung vielfältigster Bedürfnisse
generationsübergreifendes Kulturangebot durch Koordinationsstelle aufbauen, unter Einbindung von ehrenamtlichen Kulturschaffenden und Marketingangeboten
bedarfsgerechte Angebote im Jugendhaus sicherstellen
familiengerechtes Wohnen ermöglichen (generationsübergreifend)
Weiterentwicklung eines ÖPNV-Systems
Jever als Wohnstadt bedarf einer umfangreichen und verlässlichen ÖPNV-Verbindung zu den Arbeitsstätten in der Region. Dies ist nur im partnerschaftlichen Verbund mit den Nachbargemeinden, aber auch mit dem Oberzentrum WHV möglich.

Konkret heißt das für unsere Arbeit:

Ausbau eines bedarfsgerechten ÖPNV-Netzes
Stärkung des Verkehrsverbundes Ems-Jade (VEJ)
Nutzung der Fördermittel für die Verbesserung von Bushaltestellen und Bushaltespuren
Verbesserung der Verbindung Jever zu den touristischen Zentren; insbesondere zum Wangerland
Definition von Qualitätsstandards
Die Qualität der Leistungen für Familien darf nicht von der Darstellbarkeit in den öffentlichen Haushalten abhängen. Qualitätsstandards sind ein eigenständiger Wert und müssen für jede Maßnahme definiert werden. Daher ist bei der Bewältigung aller Aufgaben im Handlungsfeld „Generationendialog" oberstes Gebot die Professionalität der verantwortlichen Akteure zu fordern. Freiwilligenengagement und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind als ergänzende Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Eine klare Rangordnung ist hierbei einzufordern: Professionalität geht vor Freiwilligenengagement und vor arbeitsmarktpolitischen Instrumenten.

Konkret heißt das für unsere Arbeit:

Analyse aller Leistungen für Familien auf deren Durchführung
Einrichtung eines „Runden Tisches der Ehrenamtlichen" für einen effektiven Erfahrungsaustausch sowie eine Erfolgskontrolle zu ermöglichen
Einführung der Ganztagsschule
Ganztagsschulen sind unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Familienpolitik. Ganztagsschulen gewährleisten einen professionellen Lern- und Lebensraum für Kinder und vor allem für Jugendliche.

Konkret heißt das für unsere Arbeit:

Es muss dringend und unaufhörlich die Verantwortlichkeit der Landesregierung eingefordert werden, um die Rahmenbedingungen für die Lehrerversorgung der Ganztagsschule so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen.
Wir setzen uns für die Einführung von Ganztagsschulen auch an unseren Grundschulen ein.
Jugendlichen einen Platz in unserer Gesellschaft geben
Jugendarbeit wird zu 90% von Institutionen durchgeführt. Vereine, Wohlfahrtsverbände und andere Einrichtungen kümmern sich um die Interessen Jugendlicher. Der gesellschaftliche Wandel hat dazu geführt, dass Jugendliche sich nicht mehr in traditioneller Form binden wollen. Der Methode der Projektarbeit gleichkommend, interessieren sich junge Leute zunehmend für eine Idee und deren Umsetzung. Diesen Ideen gilt es ein Forum zu bieten, um Jugendlichen gerecht werden zu können. Jugendliche brauchen mehr Einfluss auf Entscheidungen, die ihr Lebensumfeld betreffen. Sie sind die besten Berater in eigener Sache. Jugendarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden und lebendigen Gemeinwesens. Jugendliche sind Akteure von morgen, darum ist ihr Vertrauen in gemeindliches Handeln und Wirken zu stärken und zu festigen. Dies ist nur durch professionelle Arbeit möglich. Ehrenamtlichkeit kann nur eine Ergänzung darstellen. Die Vernetzung bestehender Freizeitangebote mit bestehenden Institutionen und Behörden sowie Aufbau neuer Netzwerke ist Grundlage für eine erfolgreiche Jugendarbeit in Jever.

Konkret heißt das für unsere Arbeit:

Entwicklung eines Leitbildes für Kinder und für Jugendliche mit Kindern und Jugendlichen
Einrichtung eines Jugendparlamentes mit Jugendbürgermeister/-in
Festschreibung der Unterstützung der Vereine, um das Freizeit- und Kulturangebot zu erhalten und auszubauen
Klares Bekenntnis zum Erhalt des Freibades